ubuntuusers.de

🛈 Aktuell gibt es im Wiki ca. 300 Artikel, die nur für Xenial getestet sind. Dies entspricht ca. 3,8 % aller Wikiartikel. Damit diese im Frühjahr nicht alle archiviert werden müssen, ist eure Mithilfe gefragt!

3. bis 5. Mai 2012 - Linuxwochen in Wien

veranstaltung.png

Dieses Jahr tragen die Linuxwochen Wien ihren Namen wohl zurecht, denn fast eine ganze Woche gibt es Programm rund um Open Source und Freie Software, das jetzt veröffentlicht wurde.

Linuxwochen.gif
Linuxwochen Wien 2012

Besucher der Linuxwochen in Wien, die vom 03. Mai bis zum 05. Mai 2012, an der FH Technikum Wien stattfindet, werden dieses Jahr mit einem reichhaltigen Programm belohnt. Nicht nur für die Fans der Vettern aus Berekley wird am Samstag mit dem europäischem BSDday 🇬🇧 ein ausreichendes Programm geboten, es findet zur gleichen Zeit auch das LibreGraphicsMeeting 🇬🇧 statt. So nutzt die lokale Drupal-Community ebenfalls die Linuxwochen, um sich mit einem ganzen Track der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Traditionell sind die Linuxwochen am ersten Tag eher business-orientiert, was nicht heißt, dass der normale Besucher nichts Interessantes für sich findet.

Eröffnet werden die Linuxwochen, mit einem in Wien eher heiklem Thema, der Migration der öffentlichen Verwaltung zu freier Software. Der eröffnende Vortrag „Venezuela – An Entire Country Migrates To Linux“ wird von Maria Gracia Leandro Lombardo gehalten. Hierauf folgen Vorträge wie „Betrieb einer Cloud mit OpenStack Essex im Praxistest“ oder „cloud4education, einer freien Cloud-Lösung für Schulen“. Die OpenSource-Professionals zeigen wie Asterisk und Group-E integriert werden können und welche Möglichkeiten das eröffnet oder wie man PostgreSQL-Datenbanken repliziert und hochverfügbar macht. Der Tag endet mit dem traditionellen QTalk, einer Podiumsdiskussion zu einem Open-Source-Thema.

Freitag, am zweiten Tag der Linuxwochen, wird offene Hardware in den Mittelpunkt gerückt: Nanonote, Milkymist, Raspberry Pi, OpenMoko-OpenPhoenux und Arduino sind die Themen der Vorträge. Natürlich gibt es auch Neues rund um ARM und es wird in einem Vortrag gezeigt, wie man sein Haus mit Linux intelligent machen kann.

Am Samstag geht es in einem Track um Open-Source für Anwender, in dem unter anderem gezeigt wird, wie man sein Laptop ohne ein Betriebssystem zum Laufen bekommt. Dass es Open-Source-Software für alle erdenklichen Plattformen gibt, ist ein weiteres Thema. Zu „Ext4“, „BTRFS“ sowie „XFS oder doch lieber WTF“ gibt es weitere Vorträge. Ebenso wird darüber gesprochen, was „BTRFS und die Integration mit Snapper“ bringt.

Neben dem Vortragsprogramm gibt es noch weitere parallel laufende Workshops rund um LaTeX, Inkscape, Scribus, Elektra, Pair Programming und vielem mehr. Des Weiteren werden kleinere Runden angeboten, die die Themen Digital Audio Workstation oder wie man mit dem Open-Source-Programm Super Collider Musik macht. Die neuen Funktionen des QT5-Frameworks werden ebenfalls behandelt.

libregraphicsmeeting2012.png
Libre Graphics Meeting 2012

Wem das alles noch nicht ausreicht, kann ferner an den LibreGraphics Meeting 🇬🇧 teilnehmen, das zeitgleich in den Räumlichkeiten des Technikum Wien stattfindet. Bei diesem Meeting geht es am ersten Tag – Mittwoch, den 2. Mai – mit Themen rund um Color-Management los. Der Tag startet nach der Eröffnung mit „ColorHug – The Open Hardware Colorimeter“ und bringt weiterhin Vorträge von Chris Lilley vom W3C und dem Status von "Color Management in SVG2".

Andere Themen, wie „Import filters for vector graphic formats in LibreOffice: the reverse- and straight engineering fun“ in dem Fridrich Strba von den Erlebnissen bei der Implementierung verschiedener Formate in LibreOffice erzählt, kommen ebenfalls zur Sprache. In den folgenden Tagen gibt es weiter Vorträge, unter anderem zu Grafikthemen, wie „Digital Painting with open source“ von Ramon Miranda, dem Autor des DigitalPainting Plugin von GIMP. Gustav Gonzalez Giron, stellt in seinem Vortrag „Tupi: Living 2D art together“ die Applikation Tupi 🇬🇧 näher vor. Auch Krita taucht im Programm auf und SynfigStudio wird mit „Introducing Synfig Studio“ von Timothée Giet näher vorgestellt.

Überdies gibt es nach dem Mittag ein Programm für all diejenigen, die es eher praktisch mögen wie zum Beispiel: Hugin's Eye/Panorama Workshop oder den Colorfont-Workshop von Ana Isabel Carvalho und Ricardo Lafuente. Also auch auf diesem Event wird einem so einiges geboten.

Nebenbei veranstalten die Linuxwochen auch ein Gewinnspiel, wie immer mit sehr schönen Preisen und auch ein Keysigning und Social Event werden nicht fehlen. Auf Grund der Internationalität von LibreGraphicsMeeting sind all ihre Talks und Workshops in englisch und auch auf den Linuxwochen gibt es eine Anzahl von Vorträgen, die in dieser Sprache gehalten werden, aber es gibt auch ausreichend Vorträge/Workshops in deutscher Sprache.


Vielen Dank an gnokii für die Einreichung dieses Artikels!