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KDE 4.3 verfügbar

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Am heutigen Dienstag konnte die KDE-Community mit einer Woche Verspätung die Softwarezusammenstellung KDE 4.3 veröffentlichen.

Im letzten halben Jahr konnte die Community rund um KDE fast 2.000 neue Funktionen in den zahlreichen Programmen und dem KDE Desktop Workspace integrieren. Außerdem wurde die Bedienung weiter vereinfacht und die User Experience verbessert. Für den Nutzer zeigt sich nach einem Update auf KDE 4.3 die Arbeitsfläche Plasma im neuen Gewand namens „Air“.

Das neue Design ist heller und verfügt über leichte Transparenz. Es ist als Gegenpol zu dem oft als zu dunkel angesehenen Design Oxygen, welches immer noch vorhanden ist, gedacht. Das Plasma Design wird nun nicht mehr nur von Plasma verwendet, sondern auch von anderen Bereichen des KDE Desktop Workspaces. So verwendet KWin, wenn keine Arbeitsflächeneffekte aktiviert sind, eine an KRunner, welcher ebenfalls überarbeitet wurde und neue Funktionen bietet, angelehnte Oberfläche im Plasma Design für den Fensterwechsler über Alt + Tab ⇆ .

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KWin in Aktion.

Diese Erweiterungen ermöglichen es noch leichter Aufgaben nachzugehen, ohne das der Desktop „im Wege steht“. Natürlich wurde nicht nur an den visuellen Aspekten gearbeitet. Eine der wichtigsten Neuerungen ist im Systemabschnitt der Kontrollleiste eingeflossen. Klassisch wurden im Systemabschnitt kleine Icons von laufenden Anwendungen eingebettet. Dies hat jedoch einige Nachteile und Einschränkungen.

So kann der Systemabschnitt nicht wissen, welche Anwendungen angezeigt werden, noch kann er sie irgendwie beeinflussen (z.B. die Größe der Icons ändern). Der neue Ansatz von KDE sieht ein D-Bus Protokoll vor. Es erlaubt dem Systemabschnitt nun die Anzeige zu regeln. Aufgaben werden gruppiert und können, bei Bedarf, automatisch ausgeblendet werden. Der Systemabschnitt ist dabei völlig abwärtskompatibel und unterstützt auch das alte Protokoll für einen fließenden Umstieg. In KDE 4.3 wurden einige Anwendungen portiert und mit 4.4 soll dieser zum Standard werden - auch durch Einreichen als Spezifikation auf Freedesktop.org.

Sozialer Desktop

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Die soziale Seite von KDE.

In KDE 4.3 wurde mit einem Miniprogramm die ersten Ansätze des sozialen Desktops umgesetzt. Über die neuen Geolokalisierungsdienste in KDE (über die IP Adresse oder GPS) kann der Standort ermittelt werden und das Miniprogramm zeigt andere Nutzer in der Umgebung sowie Freunde an. Natürlich ist es möglich mit den anderen Nutzern Kontakt aufzunehmen über die Dienste von opendesktop.org. Außerdem sind viele weitere neue Miniprogramme hinzugekommen, darunter ein Programm zum Visualisieren von Systemparametern (Temperatur, WLAN-Qualität, …), eine Microblogging Anwendung für Dienste wie Twitter und ein Client für die Ausgabenverwaltung „Remember the Milk“.

Des Weiteren gibt es neue „Hintergrundbilder“. Diese aber nicht im klassischen Sinne, sondern dynamisch. Es ist möglich das aktuelle Wetter als Bild anzeigen zu lassen, das nach einer bestimmten Zeit automatisch wechselt. Außerdem kann man sich den Desktopglobus aus Marble anzeigen und diesen, obwohl ein Hintergrundbild, interagieren. Weitere sind verfügbar.

Neuerungen in Anwendungen

Nicht nur der KDE Desktop Workspace hat Überarbeitungen erfahren, sondern auch viele Anwendungen. So erhielt zum Beispiel der mit dem aKademy Award 🇬🇧 für die beste Anwendung ausgezeichnete Dateimanager Dolphin einige nützliche Verbesserungen. Dolphin zeigt nun in einem Ordnersymbol kleine Vorschaubilder von im Ordner enthaltenen Bildern an. Des Weiteren ist die Vorschaufunktion für Dateien erweitert worden und es kann individuell festgelegt werden, für welche Dateitypen eine Vorschau angezeigt werden soll. Außerdem können nun die Kontextmenüs angepasst werden.

Beim Bildbetrachter Gwenview wurde die Seitenleiste neu strukturiert und bietet nun viel mehr Möglichkeiten Informationen darzustellen bzw. Bilder zu bearbeiten ohne das dafür umständlich Menüs bedient werden müssen.

Auch bei KDE PIM wurde fleißig gearbeitet. So gibt es nun ein Plug-In für Akonadi mit dem es möglich ist auf die Kontakte und Kalender von Google zuzugreifen.

Natürlich kann in diesem kurzen Artikel nicht auf alle neuen Funktionen eingegangen werden, daher sei an dieser Stelle der Nutzer eingeladen die vielen Verbesserungen in den diversen Anwendungen zu finden und zu erleben.

Installation

KDE 4.3 wird Bestandteil von Kubuntu 9.10 „Karmic Koala“, es existieren aber auch Pakete für Kubuntu 9.04 „Jaunty Jackalope“.

Adresszeile zum Hinzufügen des PPAs:

  • ppa:kubuntu-ppa/backports

Hinweis!

Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.


Ein PPA unterstützt nicht zwangsläufig alle Ubuntu-Versionen. Weitere Informationen sind der Wiki/Vorlagen/PPA/ppa.png PPA-Beschreibung des Eigentümers/Teams kubuntu-ppa zu entnehmen.

Damit Pakete aus dem PPA genutzt werden können, müssen die Paketquellen neu eingelesen werden.

Nutzer von Kubuntu können nach Freischalten der Paketquelle einfach ein Update machen; Nutzer anderer Distributionen müssen das Metapaket kubuntu-desktop installieren.

Quellen


Ein großes Dankeschön an serenity und martingr für diesen Beitrag.