ubuntuusers.de

🛈 Aktuell gibt es im Wiki ca. 300 Artikel, die nur für Xenial getestet sind. Dies entspricht ca. 3,8 % aller Wikiartikel. Damit diese im Frühjahr nicht alle archiviert werden müssen, ist eure Mithilfe gefragt!

Ubuntu 9.10 „Karmic Koala“ ist erschienen

kxubuntu_old.png

Heute war es endlich soweit: Unser Karmic-Countdown sprang auf 0, was bedeutet, dass die elfte Ubuntu-Version namens „Karmic Koala“ das Licht der Welt erblickte und damit den Entwicklungsstatus verlassen hat. Anwender können sich auf eine Menge neuer Eigenschaften freuen.

Nur eine Woche nach der Veröffentlichung des Release Candidate, ist heute die finale Version von „Karmic Koala“ freigegeben worden und hält sich damit absolut pünktlich an den im März veröffentlichten Zeitplan.

Neuigkeiten

Karmic Koala kommt mit dem Kernel 2.6.31. Standarddateisystem bei der Installation ist erstmals ext4, nachdem Jaunty Jackalope noch mit ext3 ausgeliefert wurde, da es beim Einsatz von ext4 zu Datenverlusten kam. Hilfe zum Upgrade von ext3 auf ext4 bringt der Wikiartikel Upgrade auf ext4.

http://media.ubuntuusers.de/portal/files/Ubuntu_9.10_Karmic_Koala_klein.png
Desktop von Karmic Koala

Anwender, die sich detailliert über die Änderungen und Neuerungen informieren möchten, können diese in den Release Notes 🇬🇧 finden. Karmic kommt mit dem Kernel 2.6.31-14 (auf 2.6.31.1 basierend), dem X-Server von X.org in Version 1.7, GNOME 2.28.1. Zudem wurde die Office-Suite OpenOffice.org auf die Versionsnummer 3.1 aktualisiert.

Neu sind des Weiteren das Design (Chrissss berichtete darüber), Firefox in Version 3.5, Empathy, der nun Pidgin als Standardmessenger ersetzt sowie Ubuntu One, welches in Karmic integriert ist.

GRUB 2 ist ebenso neu wie die Integration fremder Paketquellen via PPA. Dazu reicht nun der Befehl sudo add-apt-repository ppa:NAME-DES-PPA im Terminal oder ppa:NAME-DES-PPA in Synaptic. Nutzer eines 32-bit-Systems, die mehr als 4GB RAM nutzen, können nun den sogenannten PAE-Kernel nutzen (sudo apt-get install linux-generic-pae).

Weitere interessante Seiten, die die Neuigkeiten Karmics gut zusammenfassen, sind auf ubuntu.com 🇬🇧 , Chrissss' Blog und Standard.at zu finden.

Kubuntu

http://media.ubuntuusers.de/portal/files/kubuntu-karmic-installer_klein.png
Der Kubuntu Installer

Mit Kubuntu Karmic Koala endet nun endgültig die KDE-3-Ära. Da Kubuntu Hardy Heron im Gegensatz zu der GNOME-Variante keine LTS-Version war, hatte sie nur 18 Monate Support, welche nun abgelaufen sind. Es wird den Nutzern von Kubuntu Hardy empfohlen, nun auf Karmic zu aktualisieren (siehe dazu Upgrade von Kubuntu 8.04 auf Kubuntu 9.10 🇬🇧 Achtung: Diese Upgrade-Möglichkeit ist nicht offiziell getestet worden.). Gleichzeitig hat die Live-CD und somit die Standardinstallation keine KDE-3-Anwendungen mehr. Einige verbleibende Anwendungen wie z.B. K3b liegen nun als KDE-4-Variante vor und die OpenOffice.org Integration wurde von Kubuntu-Entwicklern vorangetrieben.

Kubuntu Karmic wird mit dem aktuellen KDE 4.3.2 ausgeliefert und hat somit alle Verbesserungen und Neuerungen dieser KDE-Version. Aber es gibt auch einige Kubuntu-spezifische Neuerungen. So wurde das Installationsprogramm in Kooperation mit dem KDE-Design-Team optisch komplett überarbeitet und bietet ein frisches und in das System integriertes Look & Feel. Die Installation von Mozilla Firefox wurde erleichtert durch einen neuen Menüeintrag welcher die Installation startet.

Von Kubuntu Karmic gibt es auch einen Netbook Remix. Dieser stellt aber nur einen sogenannten „technical preview“ dar und verwendet die „Plasma Netbook Shell“. Diese wird erst mit KDE 4.4 offiziell veröffentlicht und befindet sich eigentlich noch im Pre-Alpha Stadium. Von einem produktiven Einsatz ist daher noch abzuraten.

http://media.ubuntuusers.de/portal/files/kubuntu-karmic-klein.png
Kubuntu 9.10 Desktop

In Kubuntu gibt es auch einige kontroverse Neuerungen wie die optionale Integration von Notify-OSD. Diese neuen Benachrichtigungen wurden integriert, um zu testen wie KDE-Anwender mit dem System zurechtkommen. Zusätzlich gibt es auch ein neues „Message Indicator“-Miniprogramm in der Kontrollleiste, welches das Ziel hat Benachrichtigungen in Kommunikationen zu unterdrücken und gesammelt darzustellen. Leider wurde es so angepasst, dass es sich nicht leicht wieder entfernen lässt, um das Standardverhalten von KDE zu erhalten. Dazu muss man die Konfiguration der Kontrollleiste öffnen und das Miniprogramm mittels Drag & Drop auf die Arbeitsfläche ziehen. Erst dann wird eine Schaltfläche zum Entfernen angeboten.

Fehler

Obwohl die elfte Ubuntu-Version nun als sogenannte Final vorliegt, gibt es trotz allem noch diverse kleinere Fehler. Diese kann man in den Release Notes 🇬🇧 nachlesen. So gibt es unter anderem Auffälligkeiten bei der Installation 🇬🇧 , beim Upgrade 🇬🇧 von Jaunty auf Karmic sowie weitere Known Issues 🇬🇧 .

Downloads

Interessierte User können Ubuntu 9.10 „Karmic Koala“ in folgenden Versionen herunterladen.

Hinweis:

Anwender sollten, wann immer möglich, die Torrent-Dateien zum Download verwenden, um die Server zu entlasten. Spielte man seit einer früheren Alpha- oder Beta-Version alle Aktualisierungen auf, nutzt man automatisch die aktuelle Version, da diese nur einen Snapshot darstellt.

Support/Hilfestellungen

Um es Ein- und Umsteigern so einfach wie möglich zu machen und um dem Supporter-Team ein wenig Arbeit abzunehmen, wurde eine Karmic-FAQ erstellt. Des Weiteren kann Upgrade auf Karmic hilfreich beim Umstieg sein.

Auch können Anwender im Chat Fragen stellen. Unter #ubuntu-de sind viele User im IRC online, die eventuell Hilfestellungen geben können, außerdem findet man weitere hilfsbereite Anwender im Jabber-Raum ubuntu@conference.ubuntu-jabber.de

Wie geht es weiter?

Testern und Anwendern, denen nun Angst und Bange wird, weil sie befürchten, keine Abstürze und Bugs mehr zu Gesicht bekommen, können beruhigt sein: Es wird nicht langweilig! In nur sechs Wochen, am 10. Dezember, wird gemäß veröffentlichtem Zeitplan die erste Alpha-Version von Ubuntu 10.04 LTS namens „Lucid Lynx“ erscheinen.

Weitere Informationen zu Ubuntu 9.10 finden sich auf den englischen Ubuntu-Seiten: