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Ubuntu One: Canonical startet neuen Dienst

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Mit Ubuntu One hat sich Canonical einen neuen Dienst zugelegt. Dieser bietet für Benutzer von Ubuntu Linux kostenlos zwei Gigabyte online Speicherplatz. Ubuntu One befindet sich aktuell in der beta Phase.

Der Dienst

Ubuntu One 🇬🇧 ist ein sogenanntes online-storage, das heißt, man kann die eigenen Dateien dort speichern und verteilen, wenn man möchte. Canonical bietet kostenlos zwei Gigabytespeicher an. Erweitern kann man das für zehn US-Dollar im Monat auf zehn Gigabyte.

Gedacht ist dies zur Synchronisation der Daten mit verschiedenen Computern. Canonical möchte diesen Dienst in Zukunft ausbauen, so dass Benutzer von Ubuntu One ihre eigenen cloud-basierten Dienste anbieten können.

Installation

Als erstes muss man eine Einladung bekommen. Diese kann man auf der Homepage anfordern. Um Ubuntu One nutzen zu können, benötigt man Ubuntu 9.04 „Jaunty Jackalope“ und einen Launchpad Account. Hat man beides kann man nun eine Einladung einfordern.

Hinweis!

Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.

Danach muss man noch das Ubuntu One PPA einbinden. Am einfachsten geht dies über die Installation des Paketes auf der Ubuntu One Homepage.
Nun fehlt nur noch die Client-Software. Diese kann über Synaptic (oder KpackageKit) oder Konsole durch

sudo apt-get install ubuntuone-client 

installiert werden.

Kommentar

Canonical zog sich mit dem Start der beta Phase von Ubuntu One den Unmut vieler Community Mitglieder zu, da Ubuntu One nicht Open Source ist. So schlug Tony Yarusso vor, Ubuntu One umzubenennen, da das Betriebssystem Ubuntu für freie Software stehe und Ubuntu One keine freie Software ist.

Die Idee online Speicherplatz anzubieten ist gut. Kostenlose 2 GB sind auch prima und 10 US-Dollar im Monat für 10 GB sind auch nicht zu viel. Also ist alles gut? Nein! Ubuntu One als Closed-Source-Software zu entwickeln ist ein Problem, nicht für den einzelnen Anwender, sondern für die Ubuntugemeinschaft. Diese versteht sich als Entwickler- und Anwendergemeinschaft freier Software. Ubuntu One ist zwar kostenlos, aber nicht frei.

Canonical setzt mit Ubuntu One ein Zeichen. Das Zeichen lautet: „Wir setzen freie Software ein, entwickeln aber keine!“. Und fällt damit jenen Gemeinschaftsmitgliedern, die Ubuntu gegen Greg Kroah-Hartmans Vorwürfe verteidigt haben, in den Rücken.

Fakt ist: Canonical wird den erfolgreichen Weg weitergehen. Auf diesem Weg gibt es viele Lektionen zu lernen. Eine davon ist: Die helfende Hände in der Ubuntu Welt helfen nicht, weil sie Geld sparen wollen, sondern weil sie Ubuntu und freie Software gut finden. Schafft es Canonical nicht diese Lektion zu lernen, dann könnte Ubuntu schnell die Unterstützung ausgehen.


Quellen: Heise, Ubuntu One 🇬🇧 und LinuxCommunity