Insbesondere macht der Nouveau-Treiber von sich reden, der nun in den Linux-Kernel Einzug halten konnte. Damit steht erstmals ein vollständig freier Treiber für Nvidia-Grafikkarten zur Verfügung. Er unterstützt auch Kernel Mode Setting (KMS) und die Nutzung mehrerer Bildschirme, womit der ältere nv-Treiber nicht dienen konnte. Die Nutzung von 3D-Beschleunigung ist noch in Arbeit. Ebenfalls in den Genuss von KMS-Unterstützung kommen der Radeon-Treiber für Karten von AMD/ATI und Intels i915-Treiber.
Eine Funktion, die ebenfalls viel Beachtung erhalten hat, ist DRBD (Distributed Replicated Block Device), eine Methode zur verteilten Datenspeicherung in Netzwerken. Der nun in den Kernel aufgenommene DRBD-Treiber spiegelt den Inhalt von DRBD-Partitionen über das Netzwerk und stellt sie damit hochverfügbar bereit.
Für kurzes Aufsehen sorgte auch, dass man die Android-Treiber unter drivers/staging nicht mehr finden wird – Greg Kroah-Hartman hatte sie kurzerhand entfernt, nachdem sich seit längerem niemand mehr darum gekümmert hat. Sie stellen unter anderem ein vom Linux-Kernel abweichendes Sicherheitskonzept auf, das anders programmierte Treiber für die Android-Plattform erfordere. Ein Wiedereinzug in den Kernel erfordert eine aktive Entwicklung und Anpassungen der Android-Umgebung an die im Linux-Kernel vorhandenen Methoden.
Es wurden auch wieder viele Verbesserungen und Fehlerkorrekturen an bestehenden Funktionen und Treibern durchgeführt und einige neue aufgenommen. Eine ausführliche Liste der Änderungen führt die Seite Kernelnewbies
auf. (Anm.: derzeit nicht erreichbar)
Hinweis:
Kernel 2.6.33 wird nicht Einzug in „Lucid Lynx“ 10.04 LTS halten. Da Lucid eine LTS-Version ist, legt man mehr Wert auf Stabilität und vor allem auf längeren Support und bleibt daher beim 2.6.32er-Kernel, der ein „LTS-Kernel“ werden wird. Mit dem 33er-Kernel wäre es ein zu kurzer Zeitraum bis zur Veröffentlichung von Lucid, so daß man sich dagegen entschieden
hat. Näheres findet man dazu auch unter Lucid Kernel Decision. Anwender können sich dennoch die Mainline-Kernel installieren; dort wird der neuere Kernel auch vorhanden sein.
Quellen: Linux Kernel Mailing List
, Linux-Magazin


2004 – 2012 ubuntuusers.de • Einige Rechte vorbehalten